Was will ich wirklich?

Gestern war ich bei einem Gespräch, bei dem ich eigentlich gehofft hatte, dass ich danach weiß, ob ich das, was im Raum steht wirklich will. Aber dem war leider nicht so, ich weiß immer noch nicht was ich will. Im letzten Jahr hatte ich viel Zeit zum Nachdenken und ich habe in meinem Leben so ungefähr alles in Frage gestellt. Und mir lange überlegt, was ich in meinem Leben noch erreichen will. Und habe mich dazu entschieden nur noch Dinge zu tun, die ich wirklich will. Und bis vor zwei Wochen war für mich ganz klar, was ich will. Dann wurde dies vor einer Woche ein wenig erschüttert, indem sich eine andere Tür einen Spalt breit geöffnet hat. Gestern war ich zum Gespräch um zu versuchen die Tür noch ein Stückchen weiter zu öffnen. Ob das geklappt hat werde ich nächste Woche erfahren. Aber in meinem Kopf herrscht immer noch der Zweifel. Der Zweifel daran, ob das was ich im letzten Jahr als das erkannt habe, was ich unbedingt in meinem Leben erreichen will, jetzt dran ist. Oder ob ich jetzt vielleicht, falls sich die Tür ganz für mich öffnet, eintreten soll um zu sehen, ob das auch eine Alternative wäre. Mein eigentliches Ziel könnte ich auch noch in einigen Jahren erreichen, es muss nicht jetzt sein. Und das Gespräch gestern hat mir zumindest gezeigt, dass das was da jetzt im Raum steht nichts wäre, was ich überhaupt nicht will, es hat mir schon ganz gut gefallen, was ich da gestern gesehen habe. Aber es ist eben nicht das, was ich vorrangig in meinem Leben erreichen will. Es ist nicht mein priorisiertes Ziel. Und mit meiner Entscheidung fällt und steht noch mehr, auch vieles in meinem Privatleben hängt davon ab. Bleibe ich hier vor Ort oder ziehe ich weg und fange ein ganz neues Leben an. Da ich im letzten Jahr alles in meinem Leben in Frage gestellt habe, wäre das auch eine verlockende Alternative, alles in meinem Leben zu ändern. Ich hatte mir im letzten Jahr auch geschworen, nichts was mir wichtig ist aufzuschieben. Und wenn ich nächste Woche eine positive Nachricht bekommen würde, so müsste ich mein eigentliches Ziel aufschieben. Ist das richtig? Der Zweifel nagt. Aber vielleicht bringt die Zeit die Antwort. Oder etwas anderes.

Was tun?

Ich weiß genau, wo ich hin möchte. Dafür habe ich das ganze Wochenende noch etwas geschrieben, dabei hatte ich etwas Schwierigkeiten die richtigen Formulierungen zu finden, um meinem Ziel näher zu kommen. Dann habe ich das Ganze gestern Abend noch abgeschickt, mit dem Wissen es ist noch nicht perfekt, ich muss noch weiter dran arbeiten, vielleicht ist es in einer Woche schon besser. Mir läuft die Zeit weg, eigentlich wollte ich schon Mitte September damit fertig sein.
Das Ganze ist noch unsicher, ich habe keine Ahnung ob sich mein Ziel verwirklichen lässt.
Heute bekomme ich eine Email mit einem anderen Angebot, bzw. einer anderen Möglichkeit, die auch sehr spannend ist, aber eben nicht mein Ziel.
Was soll ich nun tun, ich habe mein Ziel, aber noch keine Sicherheit, dass ich es verwirklichen kann und nun noch eine andere Möglichkeit die auch absolut spannend und verführerisch ist. Was tun, an meinem Ziel festhalten, oder mit der anderen Möglichkeit vielleicht auch glücklich werden? Wie kann ich mir beide Türen offen halten?

Freundschaft

Freundschaft – was macht eine gute Freundschaft aus? Ist es der ständige Kontakt oder was ist es? Was ist, wenn ich mal nicht so viel Zeit und deshalb auch nicht so viel Kontakt habe? Oder wenn ich den Kontakt verliere? Ist dann auch meine Freundschaft am Ende? Wann habe ich überhaupt den Kontakt verloren? Kann es nicht auch sein, dass ich nur alle paar Monate, oder Jahre Kontakt habe, heißt das dann automatisch, dass es keine gute Freundschaft ist? Oder ich über Jahre hinweg keinen Kontakt habe und dann durch einen Zufall wieder dazu komme den Kontakt zu pflegen?
Eine gute Freundschaft ist unabhängig vom Kontakt, der gepflegt wird. Eine gute Freundschaft zeichnet etwas ganz anderes aus, es ist nicht die messbare Menge an Kontakt. Es ist vielmehr, dass man sich freut, wenn man sich spricht, liest, hört, sieht… und das völlig unabhängig davon wie oft dies alles geschieht. Ich kann auch mit jemandem befreundet sein, den ich Jahre nicht gesehen oder gesprochen habe und plözlich treffe ich denjenigen wieder und es wird sofort klar, dass wir die ganze Zeit über befreundet waren. Außerdem macht eine Freundschaft auch das Verständnis, Vertrauen, Gemeinschaftsgefühl aus. Ich habe viele Freunde, zu denen ich keinn regelmäßigen Kontakt habe, aber wenn ich sie wiedersehe oder wiederhöre, ist die Freundschaft sofort zu spüren. Und wenn ich in meinem Leben mal nicht mehr weiter weiß, so weiß ich immer bei wem ich mich ausheulen kann.
Heute treffe ich einen sehr guten Freund wieder, und freue mich riesig, wir haben uns seit einigen Monaten nicht gesehen und auch selten gesprochen, aber ich weiß heute werden wir einen wunderbaren Nachmittag mit tollen Gesprächen verbringen. Eine Zeit in der wir beide auftanken können. Das Vertrauen und Verständnis wrden in der Zeit der Stille nicht gelitten haben.

Morgenröte

Heute Morgen auf dem Weg zur S-Bahn. Mein erster Blick eine wunderschöne rosa Morgenröte über dem bewaldeten Berg. Schon allein dafür hat es sich gelohnt in aller frühe Aufzustehen. Ich bin allerdings sowieso der frühe Vogel, der den Wurm fängt.